Kaffeesatz

Kaffeesatz

Frischer Satz.


 

…ein Satz dem wenig Bedeutung beigemessen wird

…dabei ist er nützlicher, als manch einer glaubt. Sind wir mit der Extraktion der Aromen aus der Bohne fertig, ist der lange Weg des Fruchtkerns zu Ende. Die Zellulosereste landen dann meist im Mülleimer oder im Abfluss. Wenn Müll dann Bio!

Aber wieso Kaffeesatz überhaupt wegwerfen. Wir wollen Ihnen heute verschiedene Nutzen vorstellen bzw. zurück ins Gedächtnis rufen. Einige Möglichkeiten kennen Sie sicher noch aus Großmutters Zeiten.

Schon Oma wusste: Kaffee eignet sich gut um Gerüche zu neutralisieren. Was auf der einen Seite ein Problem darstellt, da Kaffee seinen Geschmack bei ungünstiger Lagerung negativ verändern kann, ist andererseits auch eine positive Eigenschaft. Die Kaffeereste absorbieren Gerüche. Sie schließen fremde Aromen  in der eigen Zellstruktur ein. Wenn man Kaffee um ein tausendfaches vergrößert sieht man, dass die Zellwand Hohlräume hat, in welchen dann Partikel mit unangenehmen Gerüchen eingeschlossen werden. Das macht man sich zu Nutze, wenn man im Kühlschrank unangenehme Gerüche loswerden will.

Nach dem Brühen des Kaffees die Überreste trocknen und anschließend in einem offenen Gefäß in den Kühlschrank.

 

Kaffee im Spa mal anders

Eine weitere Möglichkeit der Weiterverwendung ist Bodyscrub. Das ist als Peeling oder auch als Massage mit einer revitalisierenden Wirkung vor allem in Spas angesagt. Ob ein Bodyscrub hält was es verspricht? Nach einem Selbstversuch auf Bali in Indonesien ist für mich klar, ein tolles Erlebnis ist es allemal! Falls es mehrmals angewendet werden muss – auch gut 🙂 !! In unserem Fall wurde der Kaffeesatz aufgetragen, einmassiert und nach 1 Stunde in einem Bad abgewaschen… Unsere Meinung: Wenn man die Chance dazu hat, unbedingt ausprobieren. Es lohnt sich!!

Bodyscrub

 

Kaffee als Planzendünger?

Kann man machen. Es senkt den pH-Wert der Erde. Zusätzlich enthält er Stickstoff und Phosphor sowie Kalium und andere Mineralien. Überdüngen kann man den Boden nur mit sehr großen Mengen. Vorsichtig sein sollte man aber bei frischem, feuchtem Kaffeesatz, da sich hier Sporen einnisten könnten. Deshalb solltet Ihr das übrig gebliebene Pulver auch hier wieder erst trocknen. Am besten unter die Pflanzenerde mischen. Weniger wirksam ist es das getrocknete Düngemittel auf die Erde aufzustreuen, da die organischen Materialien erst zersetzt werden müssen.

Untergemischt als Dünger

 

Küchenhelfer und kommerzieller Nützling

Viele wissen auch die Wirkung als Reinigungsmittel zu schätzen, in Kombination mit Seife zum Händewaschen, oder als Gesichtspeeling. Bei hartnäckig verschmutzten Pfannen und Töpfen, ebenso wie bei Backblech und Grillrost.

Auch kommerziell lässt sich mit dem Nebenprodukt arbeiten. In Frankreich wird es sehr erfolgreich zur Pilzzucht benutzt. Eine Mischung aus Holzspänen, Erde und Kaffeesatz, die mit Austernpilzsporen versetzt sind, scheint diese Pilze außerordentlich gut gedeihen zu lassen.

In Hong Kong nutzt man das geruchsabsorbierende Potenzial. Um es in Textilien einarbeiten zu können werden Kaffeereste mit Plastikresten vermischt. Anschließend wird das Ganze zu einer Kunststoff-Kaffeefaser weiterverarbeitet. Daraus entstehen unter anderem Kleidungsstücke, die Gerüche absorbieren.

Kaffeesatz soll einem, vorausgesetzt man kann ihn lesen, ja auch die Zukunft voraussagen. Daran haben wir uns aber noch nicht gewagt ;).

Es gibt sicheer noch viele andere Einsatzmöglichkeiten. Wir hoffen Ihr könnt ein, zwei dieser Tipps gebrauchen. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Wir drücken in unserem Blog nur unsere Einschätzungen, Ansichten und Erfahrungen aus. Sollten wir mit irgendwelchen Aussagen falsch liegen, lassen wir uns gerne eines besseren belehren.

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