Bio und Fair Trade

Bio und Fair Trade

Zu Bio und Fair Trade gleich vorweg: wir finden beides gut!

 

Bio kennt jeder.

Wer Bio sagt oder kauft, geht davon aus, dass bei der Erzeugung eines Guts, keine Düngemittel verwendet wurden.

Doch Bio ist mehr, als nur die Idee ohne Dünger, Gemüse zu erzeugen. Es ist ein ganzheitliches System von dem alle profitieren. Z.B. die biologisch-dynamische Landwirtschaft!  Schon 1924 wurde dieser Gedanke von Rudolph Steiner geboren und mit Demeter halten sich auch heute noch Verbände an seine Richtlinien.

Will man ein Zertifikat erhalten, das in Deutschland bestand hat, muss man der EU-Öko Verordnung genügen. Die ist übrigens weniger streng, als die einiger anderer Verbände.

… http://www.lebendigeerde.de/index.php?id=was-ist-anders

Wir finden Bio gut!  Wieso wir den(noch) kein Biosymbol auf unseren Produkten haben

Bei Kaffee, der ja ausschließlich außerhalb Deutschlands angebaut wird, ist der Bauer selbst verantwortlich für die Einhaltung der Vorgaben, um ein Biosiegel zu erhalten. Dies ist sicherlich nicht einfach, muss doch auf riesigen Flächen natürlich gedüngt, kein Pestizid angewendent werden und die Bohne rein Bio bleiben. Das heißt bei der Ernte darf der Kaffee nicht mit anderen ´nicht-bio´-Bohnen vermischt werden usw.

Ist der Kaffee nun im Ursprungsland zertifiziert , geht er auf die Reise. Angekommen in Deutschland muss jeder, der den Kaffee erhält und weiterverarbeitet, verpackt, röstet oder damit handelt auch ein Zertifikat besitzen. Nur dann darf auf dem Päckchen des Endverbrauchers auch ein Siegel aufgedruckt sein. So bleibt die Siegel-Kette nachvollziehbar und der Weg des Produkt kann  zurückverfolgt werden. Dadurch wird garantiert, dass niemand innerhalb dieser Kette den Kaffee unsachgemäß behandelt.

 

Das Biosiegel kostet

Bei unserer konkreten Anfrage an eine Firma aus dem Nürnberger Raum, nannten diese uns Kosten von 800 Euro. Zusammengesetzt aus Gebühren für Verwaltung und einem Kontrolleur der ca. 2 Stunden vor Ort ist. Unabhängig von der Größe und dem Durchsatz des Röstbetriebes. Da dieses nach einem Jahr wiederholt werden muss, sind die 800 Euro jährlich zu entrichten.

Ein Biosymbol macht das Endprodukt teurer. Je geringer die Menge, die ein Betrieb an den Endverbraucher abgibt, desto mehr muss der Kunde theoretisch für das Produkt bezahlen. Das hängt also nicht nur vom eigentlich teuererem Produktionsschritt ab, sondern eben auch davon, durch wieviele Hände ein Produkt gereicht wird und wie groß der zu verarbeitende Betrieb ist. Hier sehen wir Nachholbedarf!

So kann man sich bei uns einen Kaffee kaufen, der genauso biologisch ist, wie der mit Symbol, muss aber uns gegenüber das Vertrauen mitbringen, dass wir kein Bio-Produkt mit nicht Biokaffee mischen.

Ausschließen werden wir trotzdem nicht, dass wir für unsere Wiederverkäufer in Zukunft dieses Zertifikat kaufen. Uns geht es aber darum klarzumachen, dass das, was biologisch bei uns ankommt nicht noch mehr Bio wird, egal wen wir dafür bezahlen.

 

Übrigens bekommt der Bauer von uns ohnehin mehr Geld für seinen Kaffee. Wir finden ja schließlich gut, dass BIO-logisch Produziert wird und unterstützen das!

 

 

Fair Trade, auch hier stimmt die Idee!

Nun sei mal die Frage erlaubt: Was kommt denn beim Bauern im Ursprungsland an? Die Frage kann nicht pauschal beantwortet werden.

Fair gehandelter Kaffee, der dieses Zeichen trägt, garantiert den Kaffeebauern einen Mindestpreis – im worst case – nämlich wenn der Weltmarktpreis unter eine bestimmte Grenze fällt. Der Preis muss höher sein, als die Kosten die entstehen um den Kaffee anzubauen und zu vertreiben.

Ein Beispiel:

Ein Kaffeebauer verkauft sein Produkt. Der aktuelle Weltmarktpreis beträgt 1,30 US Dollar pro Pfund.

Fair Trade garantiert dem Bauern einen Preis von 1,20 US Dollar pro Pfund. Solange der Marktpreis höher ist als der garantierte Preis bekommt der Bauer den aktuellen Preis. In unserem Beispiel 1,30 US Dollar. Fällt der Preis durch Spekulationen an der Börse oder einer hohen Produktion mit geringer Nachfrage, auf z.B. 1,10 US Dollar, so werden dem Produzenten, also unserem Kaffeebauern weiterhin 1,20 Euro für seinen Kaffee gezahlt. Und das ist gut, könnte er doch sonst nur schwer überleben.

Für uns stellt sich aber die Frage, wie wir das in den Kontext stellen sollen. Denn Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Die von uns eingekauften Rohkaffees nennt man Speciality Coffee. Diese hochstehenden Qualitäten werden teurer gehandelt, was dem Kaffeebauern zu Gute kommt.

Der Preis den wir für unseren Kaffee zahlen, liegt im Normalfall sowieso über dem des Fair Trade Preises. Deshalb haben wir dieses Symbol nicht.

 

Es wird oft falsch interpretiert was fair bedeutet.

Jedoch möchten wir auch hier nocheinmal ausdrücklich klar machen, dass wir Fair Trade gut finden. Zumal noch zu erwähnen ist, das Fair Trade nicht nur den Preis sichert. Bauern sind in Bauerverbänden, die beispielsweise Fördermittel zur Verfügung gestellt bekommen, oder in Kooperationen organisiert, welche mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wer mehr wissen will, sollte mal `Max Havelaar`  in eine Suchmaschine eintippen.

 

Hier im unserem Blog spiegeln sich unsere Ansichten wieder. Es darf gerne nachrecherchiert und diskutiert werden. – Wir wissen schließlich nicht alles! 😉

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